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Die wichtigsten Basics der französischen Aussprache

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Französisch hat eine eigene Melodie

Französisch gilt als eine der melodischsten Sprachen der Welt. Gerade mit der Melodie des Französischen tun sich viele Sprachlerner allerdings schwer. Das Französische ist eine ausnahmslos schöne Sprache, aber schwer fällt das Lernen schon durch die vielen Regeln und Ausnahmen französischer Aussprache. Wer die richtige Aussprache lernen möchte, muss zunächst die Laute kennen lernen. Im Französischen ist das relativ einfach, da diese Sprache mit so gut wie keinen Lauten arbeitet, die der durchschnittliche Europäer nicht einordnen kann. Unterschieden wird zwischen:

  • Vokalen (im Französischen: a, e, i, o und u)
  • Nasalvokalen (im Französischen an, en/in, on, un)
  • und Konsonanten.

​Zu diesen Lauten kommen sogenannte Diakritika hinzu. Dabei handelt es sich um Punkte und Striche, die als Markierung für eine besondere Aussprache oder eine besondere Betonung dienen. Im Französischen tun das vor allem das Cedille(ç)und das Trema (ï). Das Trema zeigt an, dass zwei Vokale getrennt ausgesprochen gehören und das Cedille macht das c vor a, o oder u zu einem s. Wer die Aussprache nicht beherrscht, drückt in der Kommunikation schlimmstenfalls Sachverhalte außerhalb der eigenen Intention aus. Vielleicht wird er auch einfach nicht verstanden oder er spricht überhaupt nicht mehr, weil er sich demotiviert fühlt. Wenn die Lust auf das Lernen wegen Stolpersteinen im Bereich der Aussprache ins Stolpern gerät, ist das allerdings schade. Aussprache lässt sich nämlich trainieren und mit einigen Tipps und Tricks optimieren. Lingoda kann Ihnen helfen, in den Rhythmus zu kommen und Französisch so harmonisch zu sprechen, als wäre es Musik. Als Online-Sprachschule mit muttersprachlichen Lehrern bewegen wir uns im Rhythmus und Regelpool der französischen Aussprache dahin, wie im azurblauen Meer der französischen Küste.

Eiffelturm

Das französische Konsonantensystem

Das Konsonantensystem des Französischen ist wahrscheinlich das kleinste Problem für einen Lerner. Die konsonantische Aussprache stimmt bis auf ein paar wenige Regeln nämlich mit der von deutschen Konsonanten überein. Hier die wichtigsten Ausnahmen:

  • h bleibt unhörbar: Das französische h ist kein stimmhafter Laut. Stattdessen bleibt es gänzlich stumm, so beispielsweise in Worten wie haute.
  • j ist ʒ: Das französische j gleicht dem Anlaut unseres Journal. In der IPA-Lautschrift entspricht dieses “sch” dem Buchstaben ʒ.
  • r ist guturral: Das französische r wird am Gaumenzäpfchen gerollt und gleicht damit dem r im deutschen Wort Ratte.

Im Anbetracht dieser wenigen Ausnahmen sind also die Konsonanten an sich das Problem bei der französischen Aussprache. In jeder Sprache beeinflussen sich einzelne Laute allerdings gegenseitig und Anpassungsprozesse finden statt. Ein Lerner des Französischen sieht die Einzellaute daher im Idealfall nicht isoliert, sondern immer im Kontext ihrer Umgebung. Lingoda hat für Sie zu diesem Zweck die wichtigsten Assimilationsregeln für französische Konsonanten zusammengefasst. Diese Regeln können Ihnen dabei helfen, das französische Konsonantensystem noch besser zu verstehen.

  • Auslauterweichung: In Worten wie petit klingt das letzte t nicht mit. Diese Reduzierung des auslautenden Konsonanten macht die Worte weicher.
  • a und e macht c zu s: Das französische c klingt eigentlich als k. An dieser Regel verändert sich allerdings etwas, sobald das c mit den Vokalen a oder e in Berührung kommt. Das heißt, a und e beziehen sich auf ein vorgeschaltenes c zurück und verändern dessen Aussprache zu s.
  • vor h wird c zu sch: Sobald das französische c mit einem stummen h zusammentrifft, lässt das h das c nach sch klingen. Das ist zum Beispiel in Worten wie chanter der Fall.
  • Erweichung des g vor e und i: Das französische g kann einem g wie in Gondel entsprechen, aber auch zu einem stimmhaften sch (IPA: ʒ) wie im Wort Genie werden. Auch hierzu gibt es eine Regel, die mit der Lautumgebung zusammenhängt. Wenn die Vokale e, i oder y auf das g folgen, erweicht der Laut. So passiert es zum Beispiel in Worten wie passage. Wenn dagegen o, u oder a an das g anschließen, bleibt das g ein g wie z.B. in gouvernement.
  • g und n verschmelzen zu ɲ: Wenn unmittelbar an das französische g ein n anschließt, verschmelzen diese beiden Konsonanten zu dem Einzellaut ɲ. Dieser Laut liegt zwischen j und n und wird in etwa wie ein j nach n ausgesprochen. Ein deutscher Muttersprachler kennt diesen Laut am ehestem aus Wörtern wie Gnocchi.
Zwei Frauen sprechen Deutsch

Die französischen Vokale und Nasalvokale

Chaos und Verwirrung wird im Kopf eines Sprachlerners weniger durch die französischen Konsonanten, sondern vor allem durch die Vokale verursacht. Unbetonte Vokale klingen zum Beispiel völlig anders als betonte. Akzente über vokalischen Lauten können von einem einfachen Strich bis hin zu einem Bogen verschiedenste Formen annehmen und anders als im Deutschen werden einige Vokallaute im Französischen außerdem nasaliert. Viele Vokale bilden zu alledem auch noch Vokalgruppen, deren Aussprache einem deutschen Muttersprachler wenig vertraut ist. Für sich werden die französischen Vokale ähnlich der deutschen gesprochen. Ein unbetontes e gleicht zum Beispiel dem e in Wanne. Das i spricht man wie das i in Hirte und das o klingt wie das o in morgen. Auch das a gleicht in seiner französischen Aussprache der deutschen. Eine Ausnahme bildet lediglich das französische u, das eher nach einem deutschen ü klingt. Die Vokale selbst sind also nicht das Problem. Wie schon bei den Konsonanten sind es eher die Assimilationsprozesse. Widmen wir uns zunächst den Nasalvokalen, wie sie in der deutschen Sprache überhaupt nicht vorkommen. Sie alle werden wie der Name schon sagt durch die Nase gesprochen. Nasaliert wird ein Vokal der in seiner Silbe vor einem n oder m steht. Der Konsonant verschmilzt in seinem Klang mit dem Vokal und ist selbst nicht mehr als solcher hörbar.

  • an: Das an wie in chant ist ein nasaliertes a, bei dem der Luftstrom aus dem Kehlkopf über die Annäherung des Gaumensegels an den Zungengrund minimiert wird. Der Laut klingt ähnlich eines nasalen ä.
  • en/in: Das en/in ist ein heller Nasalvokal wie in main oder bien.
  • on: Das on wie in bon wird als nasaliertes und geschlossenes o ausgesprochen.
  • un: Das un entspricht einem gerundeten und halboffenen Nasalvokal. Dieser Laut klingt wie ein nasales ö.

Neben den vokalischen Assimilationsprozessen vor m und n finden auch in Vokalgruppen lautliche Anpassungsprozesse statt. Wir haben die wichtigsten zusammengestellt.

  • ai: ai wie in maison klingt wie ein e.
  • au/eau: au/eau wie in beau klingt nach einem gestöhnten o.
  • eu/œu:eu/œu wie in bleu verschmilzt zu einem kurzen ö.
  • ou: In ou wie in nous verchluckt das u das o.
  • oi: Ein oi wie in boire klingt nach oa.
  • ui/oui: oui hört sich nach ui an.

Die Betonung ist der letzte wichtige Aspekt bei der Aussprache französischer Vokale. Anders als Sprachen wie das Deutsche arbeitet das Französische auf seinen Vokalen mit festen Akzenten. Eine Betonung liegt immer auf dem Vokal in der letzten Silbe eines Wortes oder längeren Ausdrucks. Diese feste Akzentuierung gibt der Sprache einen derart harmonischen Klang. Im Französischen kennt man drei Akzente: den accent aigu, den accent grave und den accent circonflexe. Merkliche Veränderungen der Aussprache zeigen sich lediglich, wenn die Akzentuierungen das e betreffen. So klingt ein è beispielsweise nach einem kurzen ä, ein ê klingt nach einem gedehnten äh und ein é entspricht einem betonten e wie in Schnee.

Das ist ziemlich viel zu merken? So ist es, aber in der direkten Interaktion mit Muttersprachlern oder in einem französischen Sprachkurs festigen sich diese Regeln ohnehin. Viel Spaß mit der einzigartigen Melodie des Französischen.